Basketballteams aus dem Kreis Groß-Gerau gehen leer aus

 

Die Saison-Heimpremieren des TV Groß-Gerau in der Oberliga geht daneben.

In der Endphase nicht mehr durchgekommen: Die TVGG-Basketballerinnen um Sabrina Schäfer (links) müssen sich TSV Grünberg II (Juliane Winterberg, rechts Nora Stemmler) beugen. (Foto: Uwe Krämer)

 

Nach den Auswärtssiegen zum Saisonstart holten sich alle drei höherklassigen Basketballteams bei ihren Heimpremieren einen Korb ab.

Oberliga: TV Groß-Gerau – TSV Grünberg II 66:72 (30:37). Knapp verlief die Partie, in der die Gäste zunächst die Nase vorne hatten. Doch der TVGG startete stark in die zweite Halbzeit und holte auf, sodass es mit einem 50:50 ins Schlussviertel ging. „Uns war klar, dass wir an die gute Leistung aus dem dritten Viertel anknüpfen müssen. Wir starteten konzentriert, und da die Gäste in den ersten drei Minuten keinen Korb erzielen konnten, stand es 55:50 für uns“, berichtete Co-Trainer Thomas Friedrich. Drei Minuten vor Schluss noch mit drei Zählern vorne, ging den Gastgeberinnen die Luft aus. „Wir konnten nichts mehr dagegensetzen, und die letzte Minute kostete uns den Sieg. Ein spannendes Spiel, das auch genauso gut für uns hätte ausgehen können“, so Friedrich.

 

TV-Punkte: Annika Faßnacht (20), Sabrina Schäfer (10), Antje Gonnermann (9), Carina Aillaud (9), Miriam Aillaud (8), Lisa Deichmann (4), Hana Farouni (4), Paula Treber (2).

Starker Start in Basketball-Saison – TVGG siegt

Die Oberliga-Frauen des TV Groß-Gerau gewinnen
Von arc/ulz

Zum Saisonstart in den Basketball-Ligen trumpften die Teams aus dem Kreis auf. Die Oberliga-Frauen des TV Groß-Gerau gewannen

Oberliga, Frauen, MTV Kronberg II – TV Groß-Gerau 63:89 (31:43). Dank des Radrennens Frankfurt entwickelte sich die Anfahrt der Groß-Gerauerinnen zur Irrfahrt, mehr als 1,5 Stunden waren sie unterwegs. Im Spiel ließ der TVGG dann aber nichts anbrennen und erwische einen Traumstart. Schnell stand es 22:2 und die Vorentscheidung war gefallen. „Unsere U18-Spielerinnen fügten sich toll in unser Spiel ein, setzen Impulse, punkteten und waren in der Verteidigung sehr präsent“, sagte Trainerin Marion Friedrich über die Leistung von Helena Engel, Chloe Thruelsen, Summer Dreisbach und Paula Treber.

Kronberg fand zwar besser in die Partie und zur Pause stand es 43:31, doch ein Blitzstart beseitigte letzte Zweifel. „Es war ein wirklich guter Einstieg für dieses junge Team“, so Friedrich zufrieden.

TV Groß-Gerau: Faßnacht (19 Punkte), C. Aillaud (14), Schäfer (10), M. Aillaud (10), Treber (9), Deichmann (9), Gonnermann (6), Engel (6), Dreisbach (4), Thruelsen.

 

 

Ungewissheit vor dem Saisonauftakt beim
TV Groß-Gerau

Basketball: Oberliga-Damen des TVGG sind vor dem Gegner gewarnt. 

Ungewissheit herrscht bei allen Teams der Basketball-Oberliga nach der gut anderthalbjährigen Pandemie-Pause. Daher ist Trainerin Marion Friedrich vom TV Groß-Gerau auch gespannt, wie ihr Team nach dieser langen Zeit am Sonntag (17.30 Uhr) beim Auswärtsspiel beim MTV Kronberg II auftreten wird.

„Wir haben uns ja gut zwei Jahre nicht gesehen, da verändert sich viel“, spricht Friedrich den Gegner an und warnt: „Zumal Kronberg als Reservemannschaft ein Sprungbrett für die Regionalliga ist, sowie eine Möglichkeit für Regionalligaspielerinnen etwas kürzer zu treten.“ Positiv ist die Bilanz des TVGG gegen Kronberg, meist konnten die Groß-Gerauerinnen dort den Sieg davontragen. Das hofft auch die Trainerin für den Auftakt in die neue Spielzeit. „Alle Teams haben sich durch die Pause verändert, unseres ja auch. Wir haben aber gut trainiert und sind vorbereitet. Daher bin ich sehr gespannt, was die Saison für uns alle bringt.“

TV Groß-Gerau baut „Team für die Zukunft“ auf

Der Frauenbasketball-Oberligist profitiert von der guten Jugendarbeit und integriert vier Talente ins Team, die für mehr „Rumms“ sorgen sollen. Zwei Routiniers führen das Team an.

Mit einem deutlich verjüngten Kader geht TVGG-Coach Marion Friedrich in die Oberligasaison. (Fotos: Uwe Krämer/TVGG)

 

Die Stadt Groß-Gerau hat etwas mehr als 25 000 Einwohner und gilt als Mittelzentrum. In Sachen Mädchen- und Frauenbasketball ist sie aber alles andere als Mittelmaß. In den vergangenen Jahren hat das Team um Trainerin Marion Friedrich und die langjährige Abteilungsleiterin Antje Gonnermann den TV Groß-Gerau zu einem Höhenflug geführt: Frauenteams in Oberliga, Landesliga und Bezirksliga, knapp 60 Kinder und Jugendliche und eine weibliche U 18, die in der Oberliga für Furore sorgte – die 1891 vom kanadischen Arzt und Pädagogen James Naismith erfundene Sportart boomt in Groß-Gerau.

 

Seit Kurzem ist Sabrina Schäfer Abteilungsleiterin und will als fleißige Punktesammlerin des ersten und Trainerin des zweiten Teams zusammen mit Marion Friedrich (Coach der Oberliga-Damen) und Jugendtrainerin Antje Gonnermann dafür sorgen, dass die Erfolgsserie bei der Talentsuche und in den Ligen (zwei Aufstiege in drei Jahren) nicht abreißt. Die Früchte jahrelanger Nachwuchsarbeit erntet in der Mitte September beginnenden neuen Saison nicht zum ersten Mal das Oberligateam. Zwar ziehen sich die Routiniers Carola Hormann (künftig im Landesligateam) und Eva Husar (Karriereende) zurück. Doch gleich vier Spielerinnen rücken auf, die noch in der U18-Oberliga spielen könnten und spielen: Summer Dreisbach, Hana Farouni, Chloe Thruelsen und Paula Treber. „Sie integrieren sich sehr gut und können im Training gut mithalten“, sagt Sabrina Schäfer und sieht nach der „sehr starken Verjüngung“ eine spannende Mischung im Team. Antje Gonnermann (40) und sie (30) – beide Center – sind die Routiniers, fast alle anderen Spiele sind jünger als 23 Jahre.

„Wenn wir die Talente halten können, sehe ich eine rosige Zukunft“, sagt Sabrina Schäfer. Jetzt gelte es erst einmal für die „jungen, schlanken Spielerinnen“, sich an das körperbetonte Spiel in der Oberliga zu gewöhnen. „Der Schritt von der Jugend zu den Aktiven ist schon signifikant.“ Aber die vier Neuzugänge seien „technisch und taktisch gut ausgebildet“ und hätten enormes Potenzial. Auch für die Regionalliga? „Ja, nicht nächstes Jahr, aber perspektivisch in den nächsten fünf Jahren. Das Ziel steht, Regionalliga zu spielen, wäre ein Traum.“

 

Das sieht auch Jugendtrainerin Antje Gonnermann so, die mit ihrer U 18 in der letzten Oberliga-Saison vor Beginn der Corona-Pandemie Platz eins belegt und dabei so starke Gegner wie Bad Homburg und Darmstadt hinter sich gelassen hatte. Die vier Neuen seien „super eingespielt“ und „werden im Angriff für mehr Rumms sorgen“. Es gehe in deren Debütsaison darum, sich weiter zu entwickeln und Sicherheit zu bekommen. „Und dafür müssen die älteren Spieler Verantwortung übernehmen, damit der Druck auf die Talente möglichst klein bleibt.“

 

Die Kapitänin hofft, dass das Team im oberen Mittelfeld mitspielen kann. Perspektivisch sei die Regionalliga für den TVGG möglich. „Wenn das Team dahintersteht, Lust hat und bereit ist, dann mehr zu trainieren, denn in der Regionalliga weht ein anderer Wind.“

 

Für Trainerin Marion Friedrich geht es in dieser Saison darum, die jungen Spielerinnen zu integrieren und das „Team für die Zukunft“ aufzubauen. Der Kader habe viel Potenzial, die Spielzeit 2021/22 diene aber vorrangig zur Orientierung, weshalb kein Aufstieg angestrebt werde. „Erst einmal gilt es, ein Team zu formen und Ausgeglichenheit zu erreichen, dann schauen wir, was mittelfristig machbar ist.“ Sowohl Marion Friedrich als auch Antje Gonnermann sehen Grünberg II weit vorne in der Abschlusstabelle, zumal das TSV-Oberligateam auf einen großen Kader mit bundesligaerfahrenen Kräften zurückgreifen könne.

 

Wichtig für den Erfolg der ersten TVGG-Mannschaft ist auch die Arbeit mit dem zweiten Team in der Landesliga. Dort können in den vergangenen Jahren aufgerückte Jugendspielerinnen Erfahrung sammeln und sich für höhere Aufgaben empfehlen. Und die ganz jungen Talente sollen frühzeitig Spielpraxis bei den Aktiven im Bezirksligateam sammeln. „Der Unterbau ist vorbereitet, damit kein Riesenunterschied zwischen den Mannschaften besteht und man sich gegenseitig unterstützen und aushelfen kann“, sagt Sabrina Schäfer. Die Zahl der Aktiven- und Jugendteams (nur die weibliche U14 ist etwas schwächer besetzt und sucht Spielerinnen) sei „für so eine kleine Stadt phänomenal“. Mittelmaß ist Groß-Gerau im Basketball tatsächlich nicht.

 

Von Heiko Weissinger

 

Sportredakteur

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